Ich habe heute meine Ela zum Frisör begleitet. Ich finde, dass sich das unter Freundinnen auch mal so gehört. Es war einfach wunderschön drei Stunden bei Kaffee über Gott und die Welt zu reden. Im Türchen 9 steckt also eine Menge Soziales…
Anschließend gingen wir noch in ein Café. Dort trafen wir auf eine Mutter mit ihrem Kind. Sie versuchte Hausaufgaben mit ihm zu erledigen und mein Pädagogenherz schlug laut. 
Der kleine Junge besucht die erste Klasse, ließ sich im Spontanen auf mich ein und seine Mama war froh über meine Hilfe. Er hatte 6-7 Aufgaben mit ganzen Buchseiten zum bearbeiten für diese Woche auf. Das erschien mir doch extrem zu viel..
Liebe „Kollegen“, wenn eine Mutter eines Erstklässlers mit dem Kopf schüttelt und offensichtlich etwas überfordert ist, dann läuft  doch etwas schief, oder?!
Wie kann man Aufgaben heraussuchen, die sich so schwierig zu verstehen sind? Wo die Basis fehlt, muss nachgehakt werden! Wie sollen Eltern ihren Kindern dabei helfen können, wenn sie keine genau formulierten Hilfestellungen bekommen? Der Junge besitzt, wie alle anderen in der Klasse kein Hausaufgabenheft, er kann Buchstaben nicht lesen, schreiben oder auseinander halten. Er müsste das eigentlich schon können… Kann er aber nicht! Wie kann ich Eltern mit diesem Problem allein lassen? Ich habe in kurzer Zeit gemerkt, dass der Kleine aufnahmefähig war und sich willig zu üben an die Aufgaben setzte, die ich  ihm aus dem BERG an Hausaufgaben GEZIELT heraussuchte.
Ich will an meine LeserInnen, die Eltern sind schreiben und Mut machen. Eure Kids sind sehr pfiffig! Sie wollen manchmal Arbeit umgehen, mogeln sich durch, spielen uns etwas vor, aber manchmal auch faul. Bleibt konsequent und kontrolliert die Kleinen Racker. ABER wenn eine Pädagogin keine konkreten Antworten auf eure berechtigten Fragen geben können, dann ist das auch nicht ok. Ich bin selbst oft als Lehrerin in der Situation gewesen, in der Eltern mich in meiner Arbeit verschlimmbessern wollten, das ging mir auch definitiv zu weit, aber wie kann ich dann diejenigen alleine lassen, mit denen ich zum Wohle des Kindes zusammenarbeiten muss? 
Ach, es ist echt schwierig mein Gefühl und die Situation zu beschreiben… die Medaille hat eben zwei Seiten! Ich hoffe ihr konntet mein Herz sehen, welches heute für diesen Jungen schlug. Es ist Weihnachten und noch mehr an der Zeit an unsere Kleinen zu denken, OHNE ihnen die Hürden des Lebens aus dem Weg zu räumen! Nur bitte ich alle Beteiligten ihnen nicht noch welche dazu zu bauen!

Eure Shasha

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